
Über Tag 1.825 nachgedacht: Wie man Infrarotheizgeräte vom Typ IP66 tatsächlich reparierbar macht
Seien wir ehrlich: Bei Außenheizgeräten gehen die Dinge kaputt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das passiert.
Wenn man ein Infrarotheizgerät vom Typ IP66 zum ersten Mal installiert, macht man sich vor allem Sorgen um den Schutz gegen Wasser. Man möchte sicher sein, dass das Gerät auch Stürmen standhalten kann, ohne zusammenzubrechen. Doch nach fünf Jahren – etwa am Tag 1.825 – wird dieser wasserdichte Schutz oft zu einem echten Albtraum für den Techniker, der das Gerät reparieren muss.
Wir haben beschlossen, unsere Module anders zu konstruieren.
Die Logik ist einfach: Die meisten IP66-Geräte sind wie versiegelte Kästen aufgebaut. Wenn ein Heizelement ausfällt, muss man das ganze Gerät auseinandernehmen – das ist eine echte Herausforderung. Wir haben stattdessen ein modulares Design gewählt. Man kann den Heizestab sowie die Verkabelung als „Kartusche“ betrachten. Wenn etwas kaputtgeht, muss man nicht stundenlang damit verbringen, das Gerät neu zu verdrahten. Man zieht einfach das alte Modul heraus und setzt ein neues ein. So werden mehrstündige Arbeiten in wenige Minuten umgewandelt.
Aber was ist mit dem Schutz gegen Wasser? Normalerweise bedeutet „wasserbeständig“ permanente Dichtungen oder dicke Klebstoffe – im Grunde genommen wird das Gerät dadurch fest verschlossen. Das wollten wir nicht. Wir verwenden stattdessen Kompressionsdichtungen sowie industrielle Befestigungselemente. Dadurch bleibt zwar weiterhin der IP66-Schutz gewährleistet, doch man kann trotzdem in das Gerät hineingelangen. Der schwierige Teil besteht darin, sicherzustellen, dass die Dichtung nach dem Austausch weiterhin dicht bleibt. Wenn sie nicht richtig sitzt, gelangt Wasser ins Gerät. Um das zu verhindern, haben wir Leitbahnen eingebaut. Das Modul lässt sich einfach an seinen Platz schieben – ohne Rätselraten.
Der eigentliche Kompromiss: Modulare Designs sind natürlich nicht kostenlos. Der Anfangsplatzbedarf ist etwas größer, und die Materialkosten sind ebenfalls höher – wegen des Gehäuses sowie der Schnellverbindungen. Doch man sollte sich auch die Alternative anschauen: Den Preis dafür, einen Kran zu mieten und zwei Personen einzusetzen, die einen halben Tag damit verbringen müssen, mit dem Heizgerät auf der Decke zu kämpfen. Wenn man auf austauschbare Module setzt, wird die Wartung nach fünf Jahren zu einer Routineaufgabe – anstatt zu einem großen Projekt. Einfach das Modul austauschen, die Dichtung überprüfen und den Schalter umschalten. Fertig.